Traumatherapie – die Heilung früher seelischer Verletzungen
Als Traumatherapeutin sehe ich meine Aufgabe in erster Linie darin, Menschen dabei zu begleiten, traumatische Erfahrungen und seelische Verletzungen zu verarbeiten, die häufig in der Kindheit gemacht wurden und damals nicht verarbeitet wurden. Um diesen Prozess besser zu verstehen, möchte ich zunächst erklären, wie ich einen inneren Konflikt verstehe.
In meinem therapeutischen Weltbild entsteht ein innerer Konflikt , wenn Gefühle und Verstand nicht mehr miteinander in Verbindung stehen. Die rechte Gehirnhälfte steht dabei für unsere Gefühle, unsere Kreativität und unsere kindliche unmittelbare Art, die Welt zu erleben. Die linke Gehirnhälfte steht für unseren Verstand und unsere Ration – für den Anteil in uns, der versucht, Erlebtes zu verstehen, zu erklären und einzuordnen.
Innere Konflikte entstehen immer dann, wenn die rechte und die linke Hirnhälfte unterschiedlicher Haltungen haben. Und das haben sie quasi von Natur aus. Hierzu ein Beispiel: Ein Familienvater möchte ein neues Auto kaufen. Er entscheidet sich logischerweise mit der linken Gehirnhälfte für einen Kombi, vergleicht Preise, die Ausstattung und entscheidet sich für das beste Modell. Wenn dann jedoch eine Stimme aus der rechten Gehirnhälfte kommt: „Der Kleine Schwarze mit den roten Sitzen ist aber auch schön“ … dann hat er einen Konflikt!
Unser innerer Erwachsene, der dem Verstand zugeordnet wird, kann Gefühle nicht allein durch logisches Denken erfassen, Scham, Trauer, Angst oder Wut folgen nicht den Regeln der Vernunft. Im Gegenzug dazu fühlt sich unsere rechte Gehirnhälfte, in der das innere Kind zuhause ist, oft unverstanden.
Als Kind beziehen wir vieles, was wir erleben auf uns selbst. Erfahren wir Zurückweisung oder fühlen uns nicht geliebt, so entstehen Überzeugungen wie „Ich bin es nicht wert geliebt zu werden“, „Ich bin selber schuld“, „mit mir stimmt etwas nicht“. Wenn etwas im Leben schiefläuft, antwortet der innere Erwachsene mit entsprechenden Schuldzuweisungen. So entstehen höchst destruktive Wechselwirkungen zwischen beiden Seiten.
So bleibt das innere Kind mit seinen Verletzungen oft abgespalten. Während das Überlebens-Ich oder der innere Erwachsene älter wird und neue Erfahrungen sammelt, bleibt das Trauma-Ich in dem Alter stehen, in dem die verletzenden Erfahrungen gemacht wurden.
Ob ein belastendes Erlebnis zu einer tiefen Verletzung wird, hängt auch davon ab, wie ein Kind danach begleitet wird. Ein Kind, das nach einem schlimmen Erlebnis liebevoll gehalten, getröstet und in seinen Gefühlen verstanden wird, kann Erfahrungen anders verarbeiten als ein Kind, das mit seiner Angst, Trauer oder Scham allein bleibt.
Das Überlebens-Ich entsteht ursprünglich aus einem Schutzimpuls. Es entwickelt Strategien, um mit schwierigen Erfahrungen weiterleben zu können. Es möchte das Kind schützen und verhindern, dass der Schmerz erneut überwältigend wird. Gleichzeitig wehrt es die Gefühle des inneren Kindes ab, weil es sie nicht versteht. Es sitzt dann auf diesen Gefühlen wie auf einer heißen Herdplatte. Es hält die Trauer, Angst und Wut kaum aus und versucht, sie wegzudrücken, zu erklären oder kleinzureden.
In meinen Therapien begegnen mir immer wieder Menschen, bei denen ich auf der einen Seite eine tiefe Trauer wahrnehme und auf der anderen Seite eine starke Persönlichkeit, die sagt: „Es war alles gar nicht so schlimm.“, „Es ist vorbei.“, „Es ist alles in Ordnung.“
Auch typische Widerstände begegnen mir: „In mir gibt es kein inneres Kind.“, „Meine Umwelt wird mich für kindisch oder lächerlich halten.“, „Ich brauche keinen Therapeuten. Schließlich kann ich selber denken.“
Diese Widerstände sind jedoch nicht gegen den Menschen gerichtet. Sie sind Ausdruck eines Anteils, der einmal helfen musste, zu überleben, obwohl er eigentlich zu klein für diese große Verantwortung war.
Deshalb geht es in der Therapie nicht darum, diesen Anteil zu bekämpfen, sondern ihn zu verstehen und zu würdigen.
Manchmal höre ich auch den Satz „Ich hasse das innere Kind. Es soll endlich verschwinden.“
Tut es aber nicht! Meine Erfahrung ist: Es bleibt ein Teil unserer inneren Welt, egal wie alt wir werden. Es wartet darauf, endlich gesehen, verstanden und angenommen zu werden.
Als Systemische Therapeutin arbeite ich diese unterschiedlichen inneren Anteile gemeinsam mit meinen Klienten im Gespräch heraus. Wir betrachten ihre Haltungen, ihre Bedürfnisse und ihre Schutzfunktionen. Mithilfe von Platzhaltern können diese Anteile im Raum sichtbar gemacht und externalisiert werden. Dadurch entsteht eine neue Perspektive: Der Mensch kann seine inneren Anteile aus einer gewissen Entfernung betrachten, sie würdigen und ihre Bedürfnisse wahrnehmen. So müssen diese Anteile nicht länger gegeneinander kämpfen. Es entsteht eine erwachsene innere Instanz, die beide wahrnimmt – das verletzte Kind und den beschützenden Anteil.
Diese Haltung wird in der Therapie immer weiter gestärkt. Der Mensch lernt, sich selbst mit Verständnis und Mitgefühl zu begegnen und eine neue Beziehung zu seinen inneren Anteilen aufzubauen.
In dieser Arbeit ist es wunderbar zu beobachten, wie sich ein Mensch wieder verändert. Aus einem verängstigten, schüchternen und still gewordenen Kind, das nicht mehr an etwas Positiven glauben konnte, treten nach und nach wieder die natürlichen Eigenschaften hervor, die ein Kind ursprünglich in sich trägt:
Leidenschaft, Neugierde, Verspieltheit, Begeisterungsfähigkeit, Spontaneität, Sensibilität und auch eine gesunde Naivität.
Für mich gehört es zu den schönsten Momenten meiner Arbeit, wenn Menschen wieder mit dem lebendigen, neugierigen und vertrauensvollen Anteil in sich in Kontakt kommen und entdecken, dass er nie verloren war.
Von der Systemischen Therapie / Familienaufstellung über Gewalterfahrung und Therapie
Wenn die geschilderte Symptomatik Ihnen auf die eine oder andere Weise bekannt vorkommt, wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann sollten Sie nicht zögern, die Hilfe einer Traumatherapie in Anspruch zu nehmen – egal, ob es um Systemische Therapie / Familienaufstellung, Posttraumatisches Stresssyndrom, Gewalterfahrung durch Therapie überwinden oder wiederkehrende Alpträume geht. Die Praxis der erfahrenen Traumatherapeutin in Düsseldorf ist jederzeit für Sie kontaktierbar. Dort finden sich überdies weitere Ansätze der erfahrenen Therapeutin.) Geben Sie sich selbst in der Traumatherapie die Chance, in einen unbeschwerten Alltag zurückzufinden.
Zuerst muss die Seele heilen
Der Körper kann erst gesunden, wenn die Seele heil ist. Was schon die alten Griechen proklamierten, das besitzt auch heute noch unbedingte Gültigkeit. In der Alternativa-Praxisgemeinschaft in Düsseldorf bietet die staatlich geprüfte Heilpraktikerin und Traumatherapeutin Ostara Müller in und neben der Traumatherapie: Behandlung des Posttraumatischen Stresssyndroms; Aufarbeitung von Gewalterfahrung durch Therapie; Psychosomatische Energetik, positive Konfliktberatung; Aufstellungen und weitere therapeutische Ansätze, die stets auf aktuellstem Erkenntnisstand beruhen. Über die therapeutische Arbeit hinaus zählen Ausbildungen, Workshops und Seminare zum Angebot der Traumatherapeutin. Hier sind beispielhaft die Heilung des inneren Kindes, Frauengruppen, Konflikt- und Schattenarbeit, das Organstellen (bei schulmedizinisch abgeklärten Symptomen) und die Familienaufstellung zu nennen.
Gewalterfahrung durch Therapie begegnen, posttraumatische Belastungen in der Traumatherapie aufarbeiten – das sind die Ansätze von Ostara Müller in der Alternativa Naturheilpraxis – Ansätze, die auf natürlichem Weg zum Erfolg führen und schlussendlich an der Seele gesundete Menschen in den Beginn eines neuen Lebens entlassen.