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Systemische Therapie / Aufstellungen

Im Gegensatz zu der von Freud entwickelten Psychoanalyse, die den Patienten allein in das Zentrum der Betrachtung stellt, sieht die Systemische Therapie den Menschen immer als Teil eines Systems. So kennt die Systemische Therapie keine Psychopathologie, sondern für sie ist eine Störung oder Fehlverhalten immer eine Rollenzuweisung des Ursprungssystems.

Ich schätze die Systemische Therapie vor allem wegen ihrer positiven Grundsätze. So arbeitet sie z. B. mit Hypothesen statt Diagnosen. Es wird also daran gearbeitet, was sein könnte. Dies lenkt vom Problem zur Lösung.

Ein anderer positiver Grundsatz ist: Ändere dich selbst und du änderst das System. So kann man selbst aktiv werden und sieht sich nicht mehr als Opfer der Umstände.

 

Jedes Fehlverhalten war zum Zeitpunkt seines Entstehens eine Lösung. Wenn man diesem Umstand würdigt, kann das Problem losgelassen werden. Denn Abschied geht am leichtesten durch Würdigung. Hierzu ein Beispiel: Wenn wir einen gewalttätigen Vater hatten, so hat es als Kind genutzt, sich unsichtbar zu machen, wenn er rief. Sind wir heute in einem Vorstellunggespräch und fühlen uns gemeint und gesehen, wäre diese damalige Lösung der Situation nicht förderlich.

Ein weiterer Aspekt ist die Annahme, dass wir aus Persönlichkeitsanteilen bestehen. Wir kennen selbst viele davon: den inneren Kritiker, den inneren Träumer, den Boykotteur, den Schuldigen, den Vorlauten, den Depressiven. Der Gedanke, dass die Depression nur eines unserer Anteile ist, hilft oft schon auf dem Weg zu mehr Zuversicht.

Da alle Systeme nach den gleichen Gesetzen funktionieren: Sie regeln sich selbst, streben immer nach Harmonie und Heilung, gleichen aus, usw. können auch alle Systeme aufgestellt werden: Organsysteme (Organ- und Symptomstellen), Persönlichkeitssysteme (Parts Party), Organisationssysteme (Organigramme) und natürlich Familiensysteme (Familienstellen, Familienaufstellung)

 

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